Ausweitung des Berufsverbots
Änderung des Strafgesetzbuches, des Militärstrafgesetzes und des Jugendstrafgesetzes (Tätigkeitsverbot, Kontakt- und Rayonverbot)
Minderjährige sowie sehr kranke und alte Personen sollen besser vor Tätern geschützt werden, die - insbesondere wegen Sexualdelikten - vorbestraft sind. Neu sollen solche Täter nicht nur mit einem Berufsverbot, sondern mit einem Verbot auch für ausserberufliche Tätigkeiten belegt werden können. Ein Verbot von beruflichen oder ausserberuflichen Tätigkeiten könnte auch ausgesprochen werden, wenn der Täter die Anlasstat nicht in Ausübung der betreffenden Tätigkeit begangen hat. Zudem sollen bestimmte Sexualstraftaten gegen Unmündige zwingend zur Verhängung eines Tätigkeitsverbots führen. Die Verbote können wenn nötig lebenslang verhängt werden. Das neue Tätigkeitsverbot soll durch ein Kontakt- und Rayonverbot ergänzt und mit einem erweiterten Strafregisterauszug für Privatpersonen durchgesetzt werden. Der Bundesrat stellt diesen indirekten Gegenvorschlag der Volksinitiative "Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen" gegenüber.
- Am 23. Februar 2011 schickt der Bundesrat eine Vorlage zur Ausweitung des strafrechtlichen Berufverbots in die Vernehmlassung (
Medienmitteilung). - Am 18. April 2012 nimmt der Bundesrat die Vernehmlassungsergebnisse zur Kenntnis. Er beauftragt das EJPD, eine Botschaft als Gegenvorschlag zur Volksinitiative „Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen“ auszuarbeiten (
Medienmitteilung).
- Am 10. Oktober 2012 verabschiedet der Bundesrat die Botschaft zur Volksinitiative "Pädophile sollen nicht mehr mit Kindern arbeiten dürfen" sowie zum Bundesgesetz über das Tätigkeitsverbot und das Kontakt- und Rayonverbot (Änderung des Strafgesetzbuchs, des Militärstrafgesetzes und des Jugendstrafgesetzes) als indirektem Gegenvorschlag (
Medienmitteilung).
Parlamentarische Beratungen (12.076)
- Erläuternder Bericht (229 Kb, pdf)
- Vorentwurf Bundesbeschluss (19 Kb, pdf)
- Vorentwurf Bundesgesetz (84 Kb, pdf)
- Medienmitteilung vom 23. Februar 2011
- Stellungnahmen der Kantone (5929 Kb, pdf)
- Stellungnahmen der politischen Parteien (786 Kb, pdf)
- Stellungnahmen der Dachorganisationen (967 Kb, pdf)
- Weitere Stellungnahmen (7171 Kb, pdf)
- Botschaft(BBl 2012 8819)
- Entwurf(BBl 2012 8881)
- Medienmitteilung vom 10. Oktober 2012
