Integrationsförderung

Bund und Kantone erachten die erfolgreiche Integration von Ausländerinnen und Ausländern als mitbestimmend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Schweiz. Das Bundesamt für Migration entwickelt unter Einbezug der Kantone die strategischen Leitlinien der Integrationsförderung, während die Kantone für die Entwicklung und Umsetzung von Integrationsmassnahmen vor Ort zuständig sind.

Die Prämissen der Strategie sind:

  • Ziel der Integrationsförderung: Das Ziel der Integrationsförderung ist es erstens, den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf der Grundlage der Werte der Bundesverfassung  zu stärken, zweitens die gegenseitige Achtung und Toleranz von einheimischer und ausländischer Wohnbevölkerung zu fördern und drittens die chancengleiche Teilnahme der Ausländerinnen und Ausländer am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Schweiz  zu ermöglichen.
  • Regelstrukturansatz: Integrationsförderung findet vor Ort statt, d.h. sie erfolgt primär in den bestehenden integrationsrelevanten Regelstrukturen (z.B. Schule, Berufsbildung, Arbeitsmarkt) und wird aus den ordentlichen Budgets der zuständigen Stellen finanziert.
  • Spezifische Integrationsförderung: Sie wirkt komplementär zu den Regelstrukturen. Erstens schliesst sie vorhandene Lücken (z.B. niederschwelllige Sprachförderung, berufliche Integration von Flüchtlingen). Zweitens unterstützt sie die Regelstrukturen bei der Umsetzung des Integrationsauftrages (z.B. Berufsberatung für spät nachgezogene Jugendliche). Das Bundesamt für Migration und die Kantone fördern spezifische Integrationsmassnahmen mit den kantonalen Integrationsprogrammen (KIP) 2014-2017.
  • Zielgruppen: Integration ist ein gegenseitiger Prozess mit dem Ziel, die Integrationskapazität der Gesellschaft insgesamt zu verbessern. Spezifische Integrationsmassnahmen richten sich bedarfsgerecht an Ausländerinnen und Ausländer, Schweizerinnen und Schweizer und Behörden bzw. Institutionen.