Wechselwirkungen zwischen Migration, Handel und Entwicklung

Medienmitteilungen, BFM, 15.09.2011

Bern. Heute geht in Bern ein Treffen zu Ende, an dem Regierungsvertreter sowie Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft aus aller Welt über die Wechselwirkungen zwischen Handel, Migration und Entwicklung diskutiert haben. Das Treffen fand im Rahmen des Globalen Forums für Migration und Entwicklung statt, dessen Vorsitz die Schweiz 2011 innehat. Sie will die globale Diskussion zu Migration und Entwicklung konkretisieren und das Verständnis für die Vielschichtigkeit des Themas fördern.

Das dreitägige Treffen unter dem Titel "Markets for Migration and Development (M4MD)" wurde unter der Schirmherrschaft der Regierungen der Schweiz und Sri Lankas durch das Bundesamt für Migration (BFM) in Kooperation mit dem World Trade Institute der Universität Bern (WTI) und dem Netzwerk Business for Social Responsibility (BSR) durchgeführt. Den Vorsitz des Treffens hatten der Sonderbotschafter für internationale Migrationszusammenarbeit Eduard Gnesa für die Schweiz und Staatssekretär Nissanka M. Wijeratne für Sri Lanka inne. Am Expertentreffen nahmen hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft sowie des internationalen Gewerkschaftsbundes teil.

Die angeregten und teils auch kontroversen Diskussionen zeigten die Komplexität der Schnittmenge von Handels-, Migrations- und Entwicklungspolitik - aber auch die Chancen, wenn die entsprechenden Politiken kohärent entwickelt und umgesetzt werden. Eine thematische Priorität des Expertentreffens war der Einbezug der Sozialpartner in die Planung und Entwicklung der nationalen Migrationspolitiken – ein Themenbereich, in dem die Schweiz über grosse Erfahrung verfügt. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass die direkten Gespräche zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Regierungen einen wichtigen Beitrag leisten, um zu einem gemeinsamen Verständnis der Herausforderungen und Synergien zwischen den drei Politikbereichen beizutragen. Während das Treffen selbst nicht öffentlich war, diskutierten Experten an einem separaten öffentlichen Anlass inwieweit Migranten als Unternehmerinnen und Unternehmer zur Entwicklung ihres Herkunftslandes beitragen können.

Die zentralen Erkenntnisse des Berner Expertentreffens werden zusammen mit den Schlussfolgerungen der anderen, weltweit stattfindenden thematischen Treffen in die Schlussdebatte des Globalen Forums für Migration und Entwicklung einfliessen, die Anfang Dezember in Genf vom Eidgenössischen Department für auswärtige Angelegenheiten (EDA) in enger Zusammenarbeit mit dem BFM organisiert wird. Das Globale Forum ist ein Prozess, an dem das BFM und das EDA (Politische Abteilung IV und Deza) beteiligt sind. Zudem wird das World Trade Institute die Artikel, welche verschiedene wissenschaftliche Referentinnen und Referenten für dieses Treffen verfasst haben, in Buchform publizieren. Weitere Informationen sind erhältlich unter www.gfmd.org und www.wti.org.