Die schweizerisch-mazedonischen Beziehungen im Zeichen des Kosovo-Konflikts

Zweitägiger Arbeitsbesuch von Bundesrätin Metzler-Arnold in Skopje

Medienmitteilungen, EJPD, 08.12.1999

Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold begibt sich am Donnerstag Nachmittag zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch nach Skopje. Auf dem Programm stehen in der mazedonischen Hauptstadt Gespräche mit Innenminister Pavle Trajanov und Justizminister Vlado Kambovski. Die Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartements (EJPD) wird u.a. vom Tessiner Staatsrat Luigi Pedrazzini, vom Sonderbeauftragten Migration Kosovo, Urs Hadorn, und vom designierten schweizerischen Botschafter in Mazedonien, Stefan Nellen, begleitet.

Im Mittelpunkt steht der Besuch beim Innenminister. Zur Diskussion stehen hier vor allem die Zusammenarbeit beim Transit von Kriegsvertriebenen, die aus der Schweiz in den Kosovo zurückkehren, und die Schaffung eines Rückübernahmeabkommens. Bundesrätin Metzler möchte in diesem Zusammenhang die Beurteilung der politischen Lage im Kosovo aus mazedonischer Sicht kennen lernen. Erörtert wird ferner die Frage einer Zusammenarbeit im Polizeibereich mit Blick auf organisierte Kriminalität, Waffenhandel und gewalttätigen Extremismus.

Beim Treffen mit dem Justizminister werden vor allem Kooperationsmöglichkeiten im Justizbereich erwogen. Es geht hier primär darum, die Bedürfnisse Mazedoniens kennen zu lernen und zu klären, inwiefern der Dienst "Zusammenarbeit mit Osteuropa" im Generalsekretariat EJPD - z.B. Hilfe bei der Weiterbildung von Gerichtspersonen - Mazedonien behilflich sein könnte.

Die schweizerische Delegation wird am Freitag Nachmittag nach Bern zurück kehren.

Bern, 8. Dezember 1999

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